Autobauer und Wettbewerber

  • Gottlieb Daimler (1834-1900) und Wilhelm Maybach (1846-1929) – Benz bekam schon bald Konkurrenz. Maybach hatte für Otto bis zu dessen Loslösung von Daimler gearbeitet. Bei der Gründung einer gemeinsamen Firma experimentierten nun Daimler und Maybach mit einem großen Benzinmotor, der wegen seiner Form scherzhaft Standuhr bezeichnet wurde. Nachdem sie den Motor verkleinern konnten, schraubten sie ihn an ein hölzernes Fahrrad und bauten damit das erste Motorrad der Welt, ab 1889 auch Autos. Zehn Jahre später benannte die Firma Daimler ein Auto „Mercedes“ zu Ehren von Mercedes Jellinek, der Tochter eines Kunden. Daimler und Benz waren noch in den 1920er Jahre Konkurrenten, bis sie sich zum Daimler-Benz Unternehmen zusammenschlossen und unter dem Namen Mercedes-Benz Autos verkauften.
  • Rudolf Diesel (1858-1913) – Nach einem Unfall im Krankenhaus, verbrachte Diesel Monate damit, Bücher und Schriften über Benzinmotoren zu studieren. Er gelangte bald zu dem Schluss, dass er einen besseren Motor bauen konnte als die kleinen Benziner von Benz und Daimler. In den frühen 1890er Jahren entwarf er einen eigenen Prototyp, der mit drei Metern Höhe enorme Ausmaße hatte. Dieser erste Dieselmotor produzierte doppelt so viel Leistung wie eine entsprechende Dampfmaschine und konnte praktisch mit jedem Kraftstoff betrieben werden – sogar mit Ölen aus Erdnüssen und Gemüse. Diesel war der Pionier des Biokraftstoffs, lange bevor es dafür einen Namen gab.
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