Definition und Geschichte

Kurze Begriffsdefinition: Was ist ein Auto?

Ein Auto (oder auch Automobil, offiziell Motorwagen in der Schweiz) ist ein mit Rädern versehenes Kraftfahrzeug, das für den Transport verwendet wird. Die meisten Definitionen des Begriffs besagen, dass Autos hauptsächlich auf Straßen fahren, Platz für ein bis acht Personen bieten, vier Reifen haben und eher Menschen als Waren transportieren.

Autos kamen im 20. Jahrhundert weltweit zum Einsatz und heute sind ganze Volkswirtschaften davon abhängig. Das Jahr 1886 gilt als Geburtsjahr des modernen Automobils, als der deutsche Erfinder Karl Benz seinen Benz Patent-Motorwagen (Typ 1) baute. Eines der ersten Autos, das den Massen zugänglich war, war das Modell T von 1908, ein amerikanisches Fahrzeug der Ford Motor Company. In den USA ersetzten motorbetriebene Fahrzeuge rasch Tierkutschen und Karren, jedoch dauerte diese Entwicklung in Westeuropa und anderen Teilen der Welt erheblich länger. Der US-amerikanische Verlag Ward‘s schätzt, dass 2010 weltweit 1,015 Milliarden Kraftfahrzeuge im Einsatz waren. Diese Zahl repräsentiert die Anzahl von Personenkraftwagen, leichter, mittelschwerer und schwerer Lkw, und Bussen. Geländefahrzeuge oder schwere Baumaschinen waren nicht einbezogen. 43 Millionen PKW waren im Jahr 2012 in Deutschland zugelassen.

Geschichte des Automobils

Im Gegensatz zu anderen großen Erfindungen kann die ursprüngliche Idee des Automobils nicht einer einzelnen Person zugeschrieben werden. Schon Leonardo da Vinci erwähnte im 15. Jahrhundert eine Art selbst-angetriebenes Gefährt.

Windkraft

Der schweizerische Geistliche J.H. Genevois, schlug 1760 vor, Windmühlen an einem Wagen zu befestigen, mit deren Kraft er das Straßenrad bewegen wollte. Windbetriebene Zweimastwägen fuhren um 1600 in den Niederlanden, und eines davon soll sich mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h und 28 Passagieren fortbewegt haben. Die erste Aufzeichnung einer Nutzung von Windkraft war wahrscheinlich Robert Valturios (1472) nicht realisierter Plan für ein windbetriebenes Gefährt.

Mechanisches Getriebe

Andere Erfinder zogen die Verwendung eines Uhrwerks in Betracht. Im Jahre 1748 wurde in Paris eine von einem großen Uhrwerkmotor angetriebene Kutsche des versierten Erfinder Jacques de Vaucanson gezeigt.

Hub- und Kolbenantrieb

Der Hubkolbenmotor ist vermutlich einem deutschen Physiker des 17. Jahrhunderts, Otto von Guericke, zu verdanken. Guericke erfand eine Vakuumpumpe und war der Erste, der Kolben, Zylinder und Pleuelstangen aus Metall herstellte – die Grundbestandteile des Hubkolbenmotors. Im 17. Jahrhundert entwickelte der Holländer Christiaan Huygens einen Luftdruckmotor, der durch die Explosion einer Pulverladung betrieben wurde. Denis Papin aus Frankreich baute 1679 einen Modellmotor nach dem Vakuumprinzip, bei dem Dampf kondensiert. Ein Druckluftmotor wurde 1799 in England patentiert; und ein Netz von Kompressor-Füllstellen wurde vorgeschlagen, um die Fahrzeuge zu warten.

Dampfkraft

Der Dampfantrieb wurde schon im 16. Jahrhundert entwickelt. Ferdinand Verbiest, ein belgischer Jesuit und Missionar in China, fertigte 1678 einen Modelldampfwagen nach einem Prinzip, auf dem moderne Turbinen basieren.

Kohle- und Gasantrieb

Im 18. Jahrhundert patentierte der französische Wissenschaftler Philippe Lebon einen Kohlegasmotor und machte den ersten Schritt zu einer elektrischen Zündung. In Paris stellte Isaac de Rivas im Jahr 1807 ein gasbetriebenes Fahrzeug her. Sein Motor verwendete Wasserstoffgas als Treibstoff. Die Ventile und die Zündung wurden von Hand betätigt, wobei das Timing ein Problem war.