Zeitachse E-Mobilität 1

Zeitachse: 1822 bis 2000

1832-1839 – Robert Anderson (Schottland): erster primitiver, elektrischer Wagen

1835 – Thomas Davenport (USA): erste elektrische Kleinlokomotive

1859 – Gaston Planté (Frankreich): wiederaufladbarer Bleiakkumulator

1881 – Camille Faure (Frankreich): verbessert die Fähigkeit des Akkumulators, Strom zu liefern; erfindet die Bleibatterie für Autos

1891 – William Morrison (USA): erstes erfolgreiches Elektroauto in den Vereinigten Staaten

1893 – verschiedene Modelle von Elektroautos werden in Chicago ausgestellt

1897 – erste elektrische Taxis auf den Straßen von New York City. Die Pope Manufacturing Company ist der erste große amerikanische Elektroautohersteller

1899 – Thomas Alva Edison (USA): langlebige, leistungsstarke Batterie für Nutzfahrzeuge

1900 – Von 4.192 in den USA produzierten Autos werden 28 Prozent von Strom angetrieben. Elektroautos repräsentieren etwa ein Drittel aller Autos auf den Straßen von New York City, Boston und Chicago.

1908 – Henry Ford führt das benzinbetriebene Modell T mit weitreichender Wirkung auf den amerikanischen Automobilmarkt ein.

1912 – Charles Kettering (USA): erster elektrischer Anlasser. Dies eliminiert den unhandlichen Handkurbelstarter und hilft letztlich, den Weg für den Untergang des Elektroautos zu ebnen.

1920 – das Elektroauto ist kommerziell nicht weiter vertretbar. Dies wird dem Wunsch nach Langstreckenfahrzeugen, dem Fehlen von Pferdestärken und der leichten Verfügbarkeit von Benzin zugeschrieben.

1966 – der US-Kongress stellt die erste Gesetzesvorlage vor, in der die Verwendung von Elektrofahrzeugen als Mittel zur Verringerung der Luftverschmutzung empfohlen wird. Eine Gallup-Umfrage zeigt, dass sich 33 Millionen Amerikaner für Elektrofahrzeuge interessieren.

1970er Jahre – Besorgnis über den steigenden Ölpreis, das Arabische Öl-Embargo von 1973 und eine wachsende Umweltbewegung führen zu neuem Interesse für Elektroautos.

1972 – Victor Wouk (USA): erstes vollständiges Hybridfahrzeug

1974 – das Viguard-Sebring CitiCar feiert sein Debüt auf dem Electric Vehicle Symposium in Washington. Das CitiCar hat eine Höchstgeschwindigkeit von über 48 km/h und bei warmem Wetter eine zuverlässige Reichweite von 65 km. Im Jahr 1975 ist das Unternehmen der sechstgrößte Autohersteller in den USA, wird aber nur ein paar Jahre später aufgelöst.

1975 – der U.S. Postdienst kauft von AM General, einer Abteilung von AMC, 350 elektrische Lieferwagen, die in einem Testprogramm verwendet werden.

1976 – der US-Kongress verabschiedet den „Electric and Hybrid Vehicle Research, Development, and Demonstration Act“, um neue Technologien voranzutreiben

1988 – Roger Smith, CEO von General Motors, erklärt sich bereit, die Forschung an praktikablen Elektroautos zu finanzieren. G. M. arbeitet mit AeroVironment in Kalifornien zusammen. Sie entwerfen ein Fahrzeug, das später der EV1 werden soll.

1990 – Kalifornien erlässt das „Zero Emission Vehicle (ZEV)-Mandat“. Dieses verlangt, dass zwei Prozent aller Fahrzeuge des Staates bis 1998 emissionsfrei fahren, und bis 2003 zehn Prozent.

1997 – Toyota (Japan) präsentiert den Prius, das erste in Serie produzierte Hybridauto der Welt. Fast 18.000 Einheiten werden im ersten Produktionsjahr verkauft.

1997-2000 – einige tausend voll-elektrische Autos (wie Hondas EV Plus, GMs EV1, Ford Ranger Pickup EV, Nissans Altra EV, Chevys S-10 EV und Toyotas RAV4 EV) werden von großen Automobilherstellern produziert, aber die meisten von ihnen sind nur als Leasingfahrzeuge verfügbar. Alle Produktionsprogramme zur E-Mobilität der großen Automobilhersteller werden Anfang der 2000er Jahre eingestellt.

mts_howto